Komasaufen

Komasaufen? Das sei für sie »kein Thema«, sagten am Freitag fünf 16-Jährige, die am Marktplatz von der AZ-Reporterin angesprochen wurden. »Wir wissen, wann es genug ist.«
Aber auf Nachfragen erzählten die zwei Mädchen und drei Jungen, dass sie mit 14 das erste Mal Alkohol probiert haben, dass sie allesamt schon einmal betrunken waren und dass es »kein Problem« sei, in Geschäften, Gaststätten und Discos Tequila oder Wodka zu kaufen, der eigentlich erst ab 18 erlaubt ist.
Die etwas Jüngeren neigten »auf jeden Fall« immer stärker zum »Kampftrinken«, sagten die Schüler übereinstimmend.

Experten bestätigten: Das Saufen um die Wette, das nun einem 16-jährigen Berliner Gymnasiasten das Leben gekostet hat, ist zwar in und um Gießen kein Massenphänomen. Doch auch hier pflegen Jugendliche ab etwa zwölf Jahre das »Hobby« Alkohol.
Einen 14-Jährigen mit 3,6 Promille Alkohol im Blut hat die Gießener Universitätsklinik in der Silvesternacht auf der Intensivstation aufgenommen, berichtete der Ärztliche Direktor Prof. Norbert Katz.
Dies sei in Gießen der bisherige traurige Höhepunkt einer Entwicklung, die seit wenigen Jahren in der Kinderklinik beobachtet werde. Dort lande alle ein bis zwei Wochen ein Minderjähriger mit bis zu 2,5 Promille, so Katz.

Quelle: Gießener Allgemeine

Na wunderbar. Sowas will man hören…

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